Warum kleinste Grate grosse Probleme verursachen können
Bei der Herstellung von Hydraulikkomponenten entstehen durch Bohren, Fräsen oder Gewindeschneiden zwangsläufig Grate. Besonders kritisch sind dabei innenliegende Bohrungen, Sacklöcher und Bohrungskreuzungen, wie sie in Steuerblöcken, Ventilgehäusen oder Anschlussplatten häufig vorkommen.
Was von aussen oft nicht sichtbar ist, kann im späteren Betrieb erhebliche Folgen haben. Bereits kleinste gelöste Metallpartikel können Ventile blockieren, Dichtungen beschädigen oder zu erhöhtem Verschleiss im Hydrauliksystem führen.
Aus diesem Grund spielt die technische Sauberkeit bei Hydraulikkomponenten eine entscheidende Rolle.
Die Herausforderung bei innenliegenden Konturen
Äussere Kanten lassen sich meist problemlos mechanisch entgraten. Schwieriger wird es bei innenliegenden Geometrien.
Gerade Kreuzungsbohrungen, wie sie in hydraulischen Steuerblöcken vorkommen, sind häufig nur schwer zugänglich. Mechanische Verfahren stossen hier schnell an ihre Grenzen oder verursachen einen hohen manuellen Aufwand.
Um auch solche Bereiche zuverlässig zu entgraten, setzt GRIBI Hydraulics AG bei ausgewählten Bauteilen auf das thermische Entgraten (TEM).
Reproduzierbare Qualität für Hydraulikkomponenten
Ein wesentlicher Vorteil des thermischen Entgratens besteht darin, dass alle vom Gasgemisch erreichbaren Bereiche gleichzeitig behandelt werden.
Dadurch entsteht ein reproduzierbarer Prozess mit hoher Qualität und Prozesssicherheit. Gerade bei Hydraulikkomponenten mit komplexen Bohrungssystemen trägt dies wesentlich zur technischen Sauberkeit und zur langfristigen Betriebssicherheit bei.
Wie funktioniert thermisches Entgraten?
Beim thermischen Entgraten werden die Werkstücke in eine geschlossene Druckkammer eingelegt. Anschliessend wird ein exakt definiertes Gemisch aus Brenngas und Sauerstoff gezündet.
Innerhalb weniger Millisekunden entstehen Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius. Aufgrund ihres ungünstigen Verhältnisses von Masse zu Oberfläche erhitzen sich die feinen Grate deutlich schneller als das eigentliche Werkstück und oxidieren praktisch vollständig. Das Grundmaterial bleibt aufgrund seiner wesentlich grösseren Masse weitgehend unbeeinflusst.
Das Ergebnis sind gratfreie Innenkonturen selbst an Stellen, die mechanisch nur schwer erreichbar sind.
Qualität vor Kostenoptimierung
Bei GRIBI Hydraulics AG wird das thermische Entgraten nicht eingesetzt, um Fertigungszeiten zu verkürzen, sondern um die Qualität unserer Produkte weiter zu erhöhen.
Unser Ziel ist es, das Risiko von Verunreinigungen im Hydrauliksystem bereits während der Fertigung zu minimieren. Dies erhöht die Zuverlässigkeit der Komponenten und reduziert das Risiko späterer Störungen beim Kunden.
Technische Sauberkeit als Teil unserer Qualitätssicherung
Hydraulische Systeme stellen hohe Anforderungen an Sauberkeit und Präzision. Deshalb betrachten wir nicht nur die Funktion eines Bauteils, sondern auch dessen Herstellungsqualität bis in die letzte Bohrung.
Durch den gezielten Einsatz von Verfahren wie dem thermischen Entgraten schaffen wir die Voraussetzungen für zuverlässige Hydraulikkomponenten mit hoher Lebensdauer und Betriebssicherheit.
Ihr Partner für anspruchsvolle Hydraulikkomponenten
GRIBI Hydraulics AG entwickelt und fertigt kundenspezifische:
- Hydraulikaggregate
- Steuerblöcke
- Ventilplatten
- Hydraulikzylinder
- Hydraulische Baugruppen
- Sonderkomponenten für den Maschinenbau
Dabei stehen Qualität, technische Sauberkeit und langfristige Zuverlässigkeit im Mittelpunkt jeder Lösung.




